
Das Gebot „Du sollst nicht lügen“ bezog sich ursprünglich auf falsche
Zeugenaussagen vor Gericht. Falsche Zeugenaussagen konnten zu
Rufschaden, Besitzverlust oder sogar Todesstrafe führen.
Das Neue Testament ruft klar dazu auf, das Lügen als Teil des „alten Lebens“
abzulegen (Kolosser 3,9), das nicht zum Leben mit Jesus passt. Lügen oder
ungeprüfte Gerüchte über andere zu verbreiten, richtet noch heute viel
Schaden an.
Über Internetplattformen werden leicht Inhalte verbreitet, die starke
Reaktionen auslösen; Nutzer teilen oft ungeprüft (Beispiel Corona), verlieren
den Überblick und verbreiten so unbeabsichtigte Lügen.
Das Gebot “Du sollst nicht Falsch Zeugnis geben / lügen” ruft heute dazu
auf, Informationen zu prüfen, andere respektvoll darzustellen und nicht zur
Verbreitung von Falschinformationen beizutragen.
● Was gebe ich Online oder im Gespräch weiter?
● Habe ich es geprüft? Stimmt es auch, was ich schreibe oder sage?
● Was sind meinen Informationsquellen und wie vertrauenswürdig sind sie?
● Bin ich leichtgläubig oder weiß ich, wie man Aussagen und Nachrichten prüfen kann?

